Neubau Fußwege zur Landsknechtsbrücke
2008 bis 2010, Schwabach

I Neubau Fußwege zur Landsknechtsbrücke


Baukultur entsteht nicht zufällig. Sie braucht Sensibilisierung. Und sie ist immer das Ergebnis angestrengten Denkens und entschlossenen Handelns. In diesem Sinne wurde der Stadt Schwabach zur aktuellen Sitzung des Planungs- und Bauausschusses und insbesondere den Menschen Vorschläge unterbreitet, welche ganzheitliche Qualitätsansätze von maximalen Nutzungskomfort, möglichst geringen Kosten und wahrnehmbar guter Gestaltung verfolgen.

I Variante „Rampe“

Bei der Variante „Rampe“ wird auf dem bestehenden Weg aus Richtung Osten kommend ein Steg errichtet, welcher die Anforderungen der Barrierefreiheit erfüllt. Hierzu werden bestehende Baumwurzeln und sog. Anflug entfernt. Die bereinigte „ehemalige“ Gehwegfläche bleibt im Grunde erhalten.

Hierzu wird der Konstruktionsgrundgedanke der neuen Gehwege der Landsknechtsbrücke aufgegriffen. Die Rampe aus Stahlbetonteilfertigteilen mit Ortbetonergänzung liegt „wie ein Blatt“ punktuell auf schlanken Stahlstützen und fügt das Wegekonzept behutsam in das urbane Umfeld ein.

Eine bereits frühzeitige Sicht- und Wahrnehmbarkeit der neuen Gehwege und Landsknechtsbrücke wird ermöglicht. Die vertikal sichtbare Strukturierung wird über die Anordnung der „Geländerdoppelschwerter“ komplettiert.

Dieser Ansatz wird folgerichtig aufgegriffen und in einer nächtlichen Illumination fortgesetzt. Hierzu werden die bereits auf den Brückengeländern zum Einsatz kommende LED-Lichtbänder am Rampen- und Weggeländer eingesetzt.

Die an der Landsknechtsbrücke vorgesehene Illumination des „warmen“ Sandsteines wird darüber hinaus konsequent durch eine kaltweiße Betonung der Stützen hervorgehoben. Eine Steigerung der Wahrnehmung von „kalt zu warm“ und „neu zu alt“ wird ermöglicht.

I Variante „Freitreppe“

Die auf der Westseite bestehende Wegeführung über einen Stahlbetonsteg bleibt im Grunde erhalten. Dies begründet sich mit der Geometrie und Anordnung der benachbarten Gebäude und deren Fenster, was beispielsweise eine Rampe nicht rechtfertigt und unsinnig macht.

Jedoch wird die bestehende beschädigte Gehwegplatte inkl. Geländer abgebrochen und entsorgt. Die bestehende Gründung wird auch aus Kostengründen weiter genutzt. Die insbesondere im unteren Stegbereich modifizierte Gehwegplatte wird weiter geführt und mit einer großzügigen Freitreppe, die zum Verweilen einlädt und direkt zum Wasser führt, versehen.

I Das Gewässer wird erlebbar!

Das Gewässer wird darüber hinaus bereinigt und profiliert, so dass das Zusammenspiel zwischen Ausflusssteg, Landsknechtsbrücke und Schwabach eine neue Qualität bekommt. Das Geländer wird mit der dauerhaften und robusten Gestaltung und Konstruktion der Landsknechtsbrücke ausgeführt.

Die nächtliche Anmutung wird an dieser Stelle durch die Landsknechtsbrücke bewusst dominiert, so dass auf eine ausladende Effektbeleuchtung verzichtet wird. Jedoch kommt auch hier ein im Handlauf integriertes LED-Band zum Einsatz, welches den Fußgänger auch im Dunkeln „an die Hand nimmt“ um ihn in die Altstadt z


Bauherr: Stadt Schwabach
Bauzeit geplant: 2008 bis 2010
brücke meyernreuth
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