Holzfaltwerktreppe
2006, Coburg

I Holzfaltwerktreppe für ein Einfamilienhaus, Coburg


Betrachtet man eine Treppe nicht nur als funktionales Element, sondern als Teil des Mobiliars, muss sie konsequent von Störendem „befreit“ werden, denn es gilt: Weniger ist mehr!

Eine gefaltete Struktur verfügt über eine natürliche Eigensteifigkeit. Bei einer Treppe kann dadurch auf Wangen als Längsträger verzichtet werden. An ihre Stelle tritt die effizientere räumliche Lastabtragung: die Faltwerkwirkung.

Im Rahmen eines Neubauprojekts wurde eine 3,5 m lange Holzfaltwerktreppe aus Buchen-Multiplexplatten entwickelt und gebaut. Die nur 50 mm dünnen Platten werden mit vorgespannten Schraub-Klebeverbindungen biege- und schubsteif miteinander verbunden.

Umfangreiche FE-Berechnungen und 1:1-Versuche an der Hochschule Coburg haben gezeigt, dass die Verbindungen eine hohe Tragfähigkeit aufweisen. Die vorgespannten Schrauben bewirken, dass im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit keine Klaffungen in den Verbindungen entstehen.

Dadurch ist die Treppe ausreichend steif und die maximale Durchbiegung unter einer Verkehrslast von 1 kN/m² beträgt weniger als 1 cm.
holzfaltwerktreppe
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