Wettbewerb Landesgartenschau 2014

2008, Deggendorf

I Beitrag zum „offenen interdisziplären Realisierungswettbewerb mit Ideenteil Landesgartenschau Deggendorf 2014“

(in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitektur + Matthies + Holzapfel, Hamburg und PPlus Architekten, Bayreuth)


I Die Entwurfsidee ..

Der Brückenentwurf steht unter den klaren Vorgaben der parallel geplanten Bahnbrücke aus Stahl. Es wird dem dominanten Brückenbauwerk der Deutschen Bahn daher bewusst kein Kontrapunkt entgegengesetzt. Vielmehr werden geometrische Randpunkte definiert und im Entwurf konsequent umgesetzt.

Die Hauptöffnung wird durch zur Fahrrinne geneigte Pylone flankiert, wobei sich durch die Spiegelung im Gewässer dem Betrachter ein weites Tor eröffnet.
Die Fuß- und Radwegebrücke lädt zum Verweilen ein. Die über den Boden gekennzeichneten Verweilzonen – „langsamer Belag“ – ermöglichen ein ungestörtes Erleben oder gar Staunen.

I Das Tragwerk ..

Das äußerst schlanke Brückentragwerk wird an 12 Punkten gelagert und über der Hauptöffnung abgespannt. Das Tragwerk hat eine Gesamtlänge von ca. 548 m und wird als äußerst schlanker Durchlaufträger ausgebildet. Die in Stahl-Verbundbauweise ausgebildete Überbaukonstruktion wird auf schlanken, sich verjüngenden Stahlstützen gelagert, welche biegesteif mit dem Überbau verbunden sind.

I Die Konstruktion ..

Zwei kastenartige Längsträger aus luftdicht verschweißten Hohlkästen tragen die dünne, schlaff bewehrte Fahrbahnplatte. Die schlanken Stahlstützen werden über eine Kugellagerung mit dem Baugrund verbunden.

Die Lasteinleitung der Zugkräfte der Seile in die Längsträger ist mit einer Exzentrizität verbunden. Das daraus resultierende Moment wird über ein Kräftepaar aufgenommen. Hierbei wird die Druckkraft über die Betonfahrbahnplatte abgeleitet, wohingegen die Zugkräfte beider Längsträger konsequenterweise über Seile „kurzgeschlossen“ werden.

brücke meyernreuth
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